AN DEN RÄNDERN EINER ÜBERSETZUNG
Ausgelöst von vier Gedichten Fuad Rifkas (Das Zeichen, Ein Wort, Schrift und Sprache) wurde nach einer materiellen Übersetzung gesucht, die gleichsam das lesbar machen sollte, was meist nur an den Rändern wahrzunehmen ist. Über eine Sammlung verschiedener Papiere aus Damaszener Druckwerkstätten erstellte man ein material-typographisches Repertoire, welches in Beziehung zu den Gedichten gesetzt wurde. Allein die leeren Blätter, ihre Farbigkeit und Formate wurden zum Zeichen, zum Wort und zur Sprache. Ihre Anzahl, Anordnung und Aufteilung ergaben die Schrift. Mit der Verräumlichung der Papiere in der Ausstellung wurde eine materielle Übersetzung der Gedichte geschaffen.
(Zusammenarbeit, Gruppe Am Montag, Nils Küppers und Kenan Darwich)